Lithium für Tesla-Akku verbraucht so viel Wasser wie zehn Avocados

Elektroautos haben einen CO2-Rucksack, der je nach Produktion der Batterien so hoch ist, wie ein typisches Elektroauto auch Strom auf 250’000 Kilometer verbraucht. Wenn man das am Beispiel von Tesla berechnet ist die Rechnung aber nich tso extrem wie Daimler das kürzlich für den EQC bekannt gegeben hat. Beim EQC fallen 16 Tonnen CO2 in der Produktion an.
Bei einer Tesla-Batterie mit 64 Kilowattstunden ist nun zumindest der Wasserverbrauch nicht so hoch wie das immer vermutet wurde, Maximilian Fichtner, Direktor des Helmholtz-Instituts für elektrochemische Energiespeicherung hat im Tagesspiegel vorgerechnet, dass man für das Lithium in 64 Kilowattstunden Akkus nur 3840 Liter Wasser benötigt. Dieselbe Menge werde für die Produktion von 250 Gramm Rindfleisch, 30 Tassen Kaffee, einer halben Jeans oder eben 10 Avocados benötigt.

Fichtner betonte gegenüber der Zeitung, dass in der Öffentlichkeit selten über das Lithium in Laptops oder Mobiltelefonen gesprochen wird, in den Elektroautos soll es aber ein Problem darstellen und das ist zumindest aus der Sicht der Forsche nicht richtig.

Ähnlich entspannt zeigt sich der Batterie-Experte beim Thema Kobalt, denn in einer Tesla-Batterie sind nur mehr 2.8 Prozent Kobalt enthalten. Für das Jahr 2025 geht er derzeit davon aus, dass dann Akkus ganz ohne Kobalt auf dem Markt sein werden.

Laut Fichtner hat der Verkehr derzeit einen Endenergieverbrauch von 800 Terawattstunden. Bei einer Komplettumstellung auf Elektroautos würde er nach seinen Berechnungen auf 200 Terawattstunden sinken. Wasserstoffautos mit Brennstoffzelle dagegen würden laut dem Forscher noch mehr Energie benötigen als heutige Fahrzeuge, nämlich 1000 Terawattstunden.