Quo vadis?


Damit sich die Elektromobilität in der Schweiz schnell und effizient etablieren kann, braucht es eine ausgebaute und qualitativ hochstehende Lade-Infrastruktur. Es genügt nicht, ohne gemeinsames Konzept überall auf privater Basis und an einzelnen öffentlichen Kontaktpunkten Ladesäulen aufzustellen.

Im Moment herrscht gewissermassen eine Aufbruchstimmung, wo jedermann und überall einen Beitrag für eine schweizweite Infrastruktur leisten möchte. Dabei gibt es gelegentlich auch Erscheinungen, die an die Eroberung Nordamerikas durch die weissen Siedler erinnert. Es wird planlos in das weite Feld geritten und jeder steckt sich seinen Claim ab. Das führt zu folgenden Problemen:

  • Es fehlt eine durchgehende und einheitliche Strategie, wie ein Ladenetz sinnvoll in der ganzen Schweiz eingerichtet würde.
  • Die Vielzahl an Steckern und Verbindungen von Auto zu Ladesäule erschwert eine Vereinheitlichung.
  • Es gibt 4 unterschiedliche Ladebetriebsarten für Elektromobile. Die unterschiedlichen Kapazitäten der Ladesäulen, die unterschiedlichen elektrischen Spannungen  und Ladetechniken der Fahrzeuge erschweren das Laden. Neben der sehr langsamen Aufladung mit 230 Volt Spannung gibt es vielerlei Schnell-Lademöglichkeiten, die dann aber wiederum nur von einem Teil der Fahrzeuge auch abgenommen werden können.
  • Ungelöst ist das Problem, dass viele Fahrer ihr Elektromobil nicht nur schnell aufladen, sondern auch länger an der Ladesäule parkieren wollen und damit den Platz nutzlos versperren.
  • Nachdem bisher das Aufladen im Sinne einer Pionier-Vorausleistung meist gratis war, beginnen nun die Anbieter, mindestens kostendeckende Gebühren zu verlangen. Damit verschwindet ein Teil des Vorteils gegenüber dem Benzinkauf. Leider gibt es aber auch Anbieter, welche schamlos zugreifen und auf sogenannte „Roaming-Ladungen“ (mit Drittkarten) massiv überrissene Preise pro kWh abkassieren
  • ebenso sind nach wie vor auch 2018 noch eine handvoll Ladekarten notwendig, damit man überall unterwegs Nachladen kann; eine Vereinfachung ist noch in weiter Ferne

Wo finde ich Ladestationen im Internet?


Ratgeber für die Installation von Ladesystemen

Mit Unterstützung des Kantons Tessin haben die Protoscar SA und die IFEC ingegneria SA einen Leitfaden für die Installation von Ladesystemen herausgegeben. Sie können diesen Leitfaden >>hier herunterladen.

Ebenfalls hilfreiche Informationen zum Thema Ladestationen rund um Elektrofahrzeuge können Sie den links aufgeführten Dokumenten sowie den Broschüren des Hauseigentümerverbandes HEV.

Weitere interessante Dokumente 

  • Merkblatt zu Signalisation und Elektromobilität (Astra)
  • Mustertext für kommunale Baureglemente (Vorschlag ECS)
  • Empfehlungen zum Aufbau von Schnellladestationen auf Autobahnraststätten (BFE April 2015)

Die wichtigsten Stecker für’s Schnelladen

Leider gibt es für Elektromobile keinen Einheitsstecker. Es kann mit verschiedenen Stromarten und Leistungen geladen werden. 230 Volt und 10 Ampère sind zwar in jedem Haus zu finden, das Laden dauert aber bei grösseren Batterien in Elektromobilen über 10 Stunden. Deshalb ist für unterwegs Schnellladen unumgänglich. Neue Elektromobile sind standardmässig mit Steckern für schnelles Laden ausgerüstet. Bevor man eine Ladestation ansteuert, muss deshalb abgeklärt werden, ob dort dieser Stecker auch eingesteckt werden kann. In den Ladestationen-Verzeichnissen wird in der Regel angegeben, welche Lademöglichkeiten und Stecker zur Verfügung stehen.

CCS Combo 2                                    CHAdeMO                                      Typ 2