Jeder zweite in der Schweiz will ein E-Auto kaufen

Der TCS verblüfft mit einer GFS-Umfrage, denn laut der Umfrage will jeder zweite in der Schweiz ein E-Auto kaufen. Verblüffend daran ist, dass der TCS vor wenigen Wochen noch eine LCA-Studie vorstellte, welche der ADAC, der Öamtc und die FIA in Auftrag gegeben hatten und da ist heraus gekommen, dass die Datengrundlage der Studienautoren samt und sonders gegen Elektromobilität gerichtet waren. Weder wurden echte Leistungsdaten von Elektroautos genommen noch wurden in der Studie die Daten aus den aktuellen Märkten berücksichtigt und es verwunderte deshalb nicht, dass laut der Studie dann für Deutschland heraus kam, dass man einen Diesel 237’000 km weit fahren kann, bevor ein Elektroauto aufgeholt hat. Mehrere Experten haben die LCA-Daten dann schnell nachgerechnet und klar verworfen.

Nun ist die Elektromobilität auf einmal im Trend. Der TCS hat zusammen mit dem Umfrageinstitut gfs.bern eine repräsentative Umfrage zur Elektromobilität lanciert. Der TCS-Barometer zur E-Mobilität gibt nun erstmals Antworten zur Haltung der Schweizer Bevölkerung gegenüber der Elektromobilität und zeigt Ängste und Erwartungen auf.

In der Befragung kommt deutlich die Hoffnung zum Ausdruck, mit Elektroautos die Umwelt zu schonen. Der mit Abstand häufigste Grund für den Kauf eines Elektroautos ist das Klima respektive die Reduktion des CO2-Ausstosses. Zweidrittel aller Befragten stimmen dem zu. Auch der Glaube, dass der Elektromobilität die Zukunft gehört und die Tatsache, dass E-Autos weniger Lärm verursachen, sprechen laut den Befragten für den Kauf eines Elektroautos.

Das Feld der Gründe, die gegen den Kauf eines Elektroautos sprechen, ist breiter als jenes der Gründe dafür. Der am häufigsten genannte Grund sind die hohen Anschaffungskosten mit 50% Zustimmung. Auf Rang zwei und drei mit etwas über 40% Zustimmung folgen die mangelnde Dichte an Ladestationen und die geringe Reichweite der Fahrzeuge.

Nur gerade für 3% der Schweizer Einwohnerschaft ist das Elektroauto das primäre Fortbewegungsmittel. Das zukünftige Potenzial darf jedoch als deutlich grösser angenommen werden. 27 Prozent der Schweizer Einwohnerschaft können als Kernpotenzial für Elektromobilität beschrieben werden, zusätzliche 21 Prozent zählen zum Ausbaupotenzial. Soziodemographisch betrachtet finden sich im Kernpotenzial signifikant mehr Männer als Frauen, mehr 40-65-Jährige und weniger Einwohner mit mittlerem Bildungsstand. Zudem sind deutlich mehr italienisch- und französischsprachige Personen darunter. Im Ausbaupotenzial sind 18-39-jährige Deutschschweizer häufiger vertreten. Für ein knappes Drittel der Schweizer Bevölkerung ist davon auszugehen, dass E-Mobilität kein Thema ist.

Der vollständige TCS-Barometer E-Mobilität kann unter www.tcs.ch heruntergeladen werden.