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FAQ zu Emobilität

Elektrofahrzeuge sind im Straßenverkehr weitgehend lautlos. Welches Gefährdungspotenzial ergibt sich daraus?
Elektroautos sind vor allem bei langsamer Fahrtgeschwindigkeit leiser als Autos mit Verbrennungsmotoren. Bei Geschwindigkeiten oberhalb von 30 km/h dominieren Rollgeräusche sowohl bei konventionellen als auch bei Elektrofahrzeugen.

In Städten kann die geringe Geräuschentwicklung zur Steigerung der Lebensqualität beitragen. Allerdings muss auch eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer vermieden werden. Deswegen müssen in Europa ab 2019 alle neuen Typen von Elektrofahrzeugen und bis 2021 alle neuen Elektrofahrzeuge das so genannte AVAS (Acoustic Vehicle Alerting System) eingebaut haben, ein Klangmodul mit Außenlautsprecher. Dabei muss zumindest vom Anfahren an bis zu einer Geschwindigkeit von 20 km/h sowie beim Rückwärtsfahren ein Geräusch erzeugt werden. Das Geräusch muss als Dauerschallzeichen ertönen und mit dem Geräusch (und der Lautstärke) eines mit Verbrennungsmotor ausgestatteten Fahrzeugs der gleichen Klasse vergleichbar sein. Auch der Bundesrat hat die Übernahme dieser Richtlinie beschlossen.

Lassen sich Elektrofahrzeuge auch ohne Kabel laden?
Elektrofahrzeuge lassen sich auch kontaktlos laden. Beim induktiven Laden, das ohne direkte Netzverbindung durchgeführt wird, wird Energie über elektromagnetische Felder in das Fahrzeug übertragen.

Die „Ladestation“ kann dabei eine Installation in der Straße sein. Das Verfahren ist komfortabel und sicher und kann zum Beispiel im Zusammenhang mit automatischen Einparksystemen verwendet werden, die die Ausrichtung des Fahrzeuges an der Ladestelle optimieren.

Mit welchen Kosten für ein Elektroauto muss ich rechnen?

Bei den Kosten muss zwischen den Anschaffungskosten und den Betriebskosten unterschieden werden. Wer sich heute ein Elektroauto kauft, wird kurzfristig kein Geld sparen.

Die Anschaffungskosten für Elektrofahrzeuge liegen derzeit höher als für konventionelle Fahrzeuge. Einer der Hauptgründe für diese hohen Preise sind die noch immer teuren Lithium-Ionen-Batterien. Die Betriebskosten eines Elektrofahrzeugs sind dagegen für den Endverbraucher wesentlich geringer; denn Strom ist billiger als Benzin. Der durchschnittliche Preis für 100 Kilometer in einem Elektrofahrzeug liegt bei weniger als 5 Franken. Durch die technische Weiterentwicklung der Batterien und ihrer Herstellungsverfahren sowie die steigende Nachfrage werden sich die Anschaffungskosten in den kommenden Jahren sinken, und mit ihnen auch die Lebenszykluskosten (TCO). Experten rechnen bis zum Jahr 2020 mit einer Halbierung der Preise. Je nach Fahrprofil rechnet sich ein Elektrofahrzeug schon heute.

Um die Gesamtkosten für gewerblich genutzte Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge – also Kosten für die Anschaffung von Fahrzeugen und Ladeinfrastruktur, Kraftstoffen und Strom, Werkstattbesuche, Steuer und Versicherung, Abschreibung für Abnutzung sowie Fahrzeugrestwert – vorab auszurechnen, eignet sich beispielsweise der TCO-Rechner der Begleit- und Wirkungsforschung des Schaufenster-Programms.

Elektrofahrzeuge sind von der Automobilsteuer befreit. Da Elektrofahrzeuge keine konventionellen Treibstoffe benötigen, sind sie von Mineralölsteuern und Zuschlägen ausgenommen. Ausserdem gewähren mehrere Kantone eine Reduktion der Motorfahrzeugsteuer oder verzichten ganz auf eine Besteuerung. Das kann für die preisliche Abwägung beim Kauf eines Elektroautos noch eine Rolle spielen:

Finanzielle Vorteile für effiziente Fahrzeuge

Muss ich die Batterie hin und wieder vollständig leeren?

Da kein Memory-Effekt (Kapazitätsverlust bei häufiger Teilentladung) auftritt, ist kein regelmässig durchgeführter Lade/Entlade-Zyklus nötig, um die Lebenserwartung der Batterie zu verlängern respektive nicht zu verkürzen.

Sind ausreichend Rohstoffe für eine langfristige Etablierung der Elektromobilität vorhanden?

Für elektrisch betriebene Fahrzeuge und deren Komponenten werden zu einem gewissen Teil Rohstoffe benötigt, die nur begrenzt verfügbar sind. Hierzu gehören unter anderem Kobalt, Seltene Erden oder Lithium.

Zur Zeit sind technisch sieben Mio. Tonnen abbaubar. 600 Mio. Fahrzeuge lassen sich dadurch elektrifizieren. Das gesamte Vorkommen bei Lithium wird auf 135-160 Millionen Tonnen geschätzt, damit könnten 200 Jahre lang jährlich 50 Millionen Elektroautos mit Lithium-Ionen-Batterien produziert werden.

Allerdings werden vergleichsweise geringe Mengen dieser neuen Rohstoffe benötigt und diese sind geologisch ausreichend in unterschiedlichen Regionen der Welt vorhanden. Nichtsdestotrotz ist sowohl für eine nachhaltige Industrialisierung als auch der Vorbeugung einer neuen Rohstoffabhängigkeit die frühzeitige Entwicklung einer Ressourcenstrategie unabdingbar. Der Bezug der entsprechenden Rohstoffe und vor allem deren Wiedergewinnung durch effiziente Recyclingverfahren müssen sichergestellt werden. Auch die Weiterverwendung von Komponenten wie z. B. Energiespeichern im Rahmen eines „Second Life“, sowie die Erforschung von Alternativrohstoffen und deren Nutzungsmöglichkeiten sind wichtige Bausteine zur Schonung der Ressourcen. Alternativen zum begrenzt vorhandenen Lithium werden erforscht. Dabei erhofft man sich, zukünftig Batterien aus reichlich vorhanden Elementen wie Eisen, Schwefel, Natrium und Magnesium herzustellen und so Lithium ersetzen zu können.

Sind Elektroautos umweltfreundlich, auch wenn die Stromproduktion eingerechnet wird?

Ja. Auch bei der „Well-to-Wheel“-Betrachtung („vom Bohrloch zum Rad“) weist das Elektroauto die bessere Umweltbilanz auf als andere Antriebsarten. Bei der klassischen Emissionsbetrachtung „Tank-to-Wheel“ („vom Tank zum Rad“) entstehen beim Elektroauto keine (CO2, Feinstaub) oder deutlich weniger (Lärm) Emissionen. Auch unter Einbezug der bei der Produktion, der Aufbereitung, der Raffination und dem Transport von Fortbewegungsenergie entstehenden Emissionen („Well-to-Tank“ – „vom Bohrloch zum Tank“), weist das Elektroauto eine bessere Umweltbilanz auf. Während die Datenlage beim Strom genaue Informationen zu CO2-Emissionen liefert, liegen bei anderen Energieträgern nur unzureichend Daten vor. Deshalb lässt sich dieser Teil der Wirkkette nicht abschliessend bewerten. Unabhängig ob Strom, Benzin, Diesel oder Gas ins Auto fliesst, bei der Energieproduktion entstehen Emissionen. Der elektrische Antrieb hat das Potenzial, ausschliesslich mit erneuerbar produziertem Strom zu fahren. Dabei wird die bestmögliche Umweltfreundlichkeit erzielt. Aus diesem Grund werden die meisten Elektroautos zusammen mit einer Ökovigniette verkauft. Dieser ökologische Vorteil ist ein Alleinstellungsmerkmal der Elektromobilität.

Wichtig bei der Umweltbilanzierung der verschiedenen Antriebsarten ist, Vergleichbarkeiten herzustellen. Dies trifft auf die Auswahl der zu vergleichenden Fahrzeuge (nach Fahrzeugkategorie, Gewicht oder Leistung) wie auch der Normwerte bei der Energiebereitstellung („Well-to-Tank“) zu. Dies will heissen, dass die Gegenüberstellung des schlechtesten Falles der Ökobilanzierung (beim Elektroauto die Verwendung von Kohlestrom) mit einem angenommenen Durchschnittswert einer anderen Antriebsart, die Ökobilanzierung verzerrt. Zur vollumfänglichen Ökobilanz („LCA“ – Life Cycle Assessment) gehören auch die Wirkketten Fahrzeugproduktion und -recycling. Vergleichbarkeit nach LCA-Betrachtung der verschiedenen Antriebsarten zu erstellen gestaltet sich noch komplexer als bei der Well-to-Wheel-Betrachtung.

Beim Elektroauto muss dabei der Lithium-Ionen-Antrieb kritisch betrachtet werden. Laut der EMPA (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt) wird die Umwelt dabei nur mässig belastet: „maximal 15 Prozent der Gesamtbelastung durch das Elektroauto entfallen auf die Batterie, durch deren Herstellung, Unterhalt und Entsorgung. Die Hälfte davon wiederum – also rund 7.5% der Belastung – machen die Gewinnung und Herstellung der Batterierohstoffe Kupfer und Aluminium aus; die Lithiumgewinnung schlägt dagegen nur mit 2.3% zu Buche.“ Vor der Entsorgung kann die Batterie als stationärer Zwischenspeicher, im Regelfall um Strom auf Photovoltaikanlagen zu puffern, weiterverwendet werden („second life“). Beim Recycling der Batterien entsteht kaum Abfall. Am Ende des Recyclingprozesses bleibt weniger als ein Prozent der Batterie an Rückständen. Aufgrund des noch geringen Volumens an zu recyclierenden Fahrzeugbatterien werden solche Prozesse noch selten angewendet. Für den Massenmarkt muss eine umfassend Infrastruktur zur Rückgewinnung aufgebaut werden.

Sind Elektrofahrzeuge alltagstauglich?

Im Schnitt legt jede Einwohnerin und jeder Einwohner der Schweiz (2015) täglich fast 37 Kilometer im Inland zurück; 2010 waren es bei 10165 Jahres-Kilometer noch rund 28km pro Tag. Insgesamt summierten sich die auf Schweizer Strassen und Schienen zurückgelegten Strecken 2016 auf 133 Milliarden Personenkilometer. Das sind 30% mehr als noch im Jahr 2000. Siehe dazu auch die Studie des BSF. Für den Durchbruch der Elektromobilität bedarf es nicht nur technischer Verbesserungen, sondern auch eines Sinneswandels bei den Konsumenten.

Elektroautos können also bereits heute für einen Großteil aller Fahrten genutzt werden. Rein elektrisch betriebene Fahrzeuge haben, je nach Modell, heute eine Reichweite von etwa 150 bis hin zu 400 Kilometern, vereinzelt sogar auch mehr. Der genaue Wert hängt zum einen vom Fahrverhalten des Nutzers, zum anderen auch von den Umgebungsbedingungen ab.Außerdem gibt es schon jetzt über 2’200 öffentlich zugängliche Ladepunkte. Und das Netz wird stetig ausgebaut. Zudem stehen die meisten PKW nachts auf privatem Grund, wo oft schon ein ausreichender Stromanschluss vorhanden ist.

Fazit: Elektrofahrzeuge sind in praktisch allen Belangen vergleichbar mit herkömmlichen Fahrzeugen. Die bereits vorhandene öffentliche Ladeinfrastruktur in der Schweiz, welche aktuell deutlich ausgebaut und verstärkt wird, macht Elektrofahrzeuge bereits heute alltagstauglich.

Steht mit der Elektromobilität das Ende des Verbrennungsmotors bevor?

Nicht in naher Zukunft. Herkömmliche fossile Antriebe bieten noch weitere Verbrauchsreduktionspotenziale bis zu 25%.

Die Elektrifizierung von Fahrzeugen ergänzt aber ganz wesentlich die Anstrengungen zur Effizienzsteigerung und gestaltet bereits heute den schrittweisen Übergang zu neuen nachhaltigen Antriebstechnologien. Und konventionell angetriebene Fahrzeuge profitieren von den Innovationen der Elektromobilität, wie etwa der Reduktion des Kraftstoffverbrauchs durch Leichtbau und Wärmemanagement.

Warum brauchen wir Elektromobilität?

Weltweit gibt es heute fast 1 Milliarde Kraftfahrzeuge, davon sind 700 Millionen Pkw. Diese Zahl wird sich aktuellen Prognosen zufolge voraussichtlich bis spätestens 2030 verdoppeln. Bisher ist Pkw-Mobilität nahezu vollständig von importiertem, knapper und zumindest langfristig teurer werdendem Erdöl abhängig. Das bedeutet, dass nicht nur Europa vor der großen Herausforderung zur Reduktion der verkehrsbedingten CO₂ – und Schadstoffemissionen sowie der Abhängigkeit von Erdölimporten steht, sondern nahezu alle Industrie- und Schwellenländer weltweit.

Die Unterstützung der zunehmenden Nutzung von Elektrofahrzeugen fördert nicht nur die Lebensqualität in unseren Städten, sondern stärkt auch die Wettbewerbsfähigkeit der Automobilindustrie – einer der tragenden Säulen unserer Volkswirtschaft. Durch die zukünftige Ausrichtung von insbesondere für den Mittelstand in Deutschland wichtigen Industriesparten werden bis zu einer Million Arbeitsplätze gesichert.

Um jedoch die großen Potenziale des Elektroantriebs zur Reduktion der CO₂ -Emissionen tatsächlich ausschöpfen zu können, muss der Strom hierfür aus erneuerbaren Energien kommen. Ansonsten werden Emissionen zwar lokal reduziert, in der Gesamtbetrachtung jedoch vom Auto zu den Kraftwerken verschoben. In der systemischen Verknüpfung von Elektrofahrzeugen und intelligenter Ladetechnologie zur Einspeisung von Strom aus Wind und Sonne liegt ein erhebliches Wirtschaftspotenzial. Zeitlich flexibel ladende Elektroautos können auf diese Weise auch dazu beitragen, zunehmende Anteile fluktuierender Stromerzeugung leichter ins Netz zu integrieren.

Warum sind Elektroautos teurer als herkömmliche Autos?
In der Anschaffung sind Elektrofahrzeuge nicht ganz günstig. Die Mehrkosten in der Anschaffung von Elektrofahrzeugen entstehen vor allem durch die Batterie.
Das kann schon einige Tausend Franken ausmachen. Wichtige Gründe hierfür sind die Rohstoffe, die in der Batterie verwendet werden, sowie kostenintensive Techniken in der Batterieherstellung. Bei einem Fahrzeug mittlerer Größe mit einer Batteriekapazität von 22-30 kW entstehen bei etwa 600 CHF/ kWh insgesamt Batteriesystemkosten von 13′ – 18’000 CHF. Durch innovative Batteriematerialien mit höherer Energiedichte und verbesserte Produktionsprozesse könnten diese Kosten 2020 weitaus niedriger ausfallen, wobei Schätzungen zwischen 150 und 300 CHF / kWh liegen. Die höheren Anschaffungskosten von Elektroautos werden unter der Annahme einer sicheren und bezahlbaren Energieversorgung teilweise durch vermiedene Treibstoffkosten kompensiert.
Was ist Elektromobilität? Welche Fahrzeuge zählen dazu?

Elektromobilität umfasst all jene Straßenfahrzeuge, die von einem Elektromotor angetrieben werden und ihre Energie überwiegend aus dem Stromnetz beziehen, also extern aufladbar sind.
Dazu gehören rein elektrisch betriebene Fahrzeuge (BEV), eine Kombination von E-Motor und kleinem Verbrennungsmotor (Range Extender, REEV) und am Stromnetz aufladbare Hybridfahrzeuge (PHEV). Darüber hinaus sind im Sinne der NPE nicht nur bestimmte Fahrzeuge, sondern das Gesamtsystem zu betrachten. In diesem sogenannten systemischen Ansatz werden neben den Elektroautos auch die Energieversorgung sowie die Lade- und Verkehrsinfrastruktur in den Elektromobilitätsbegriff einbezogen, denn diese Komponenten greifen als System ineinander und bilden insgesamt eine nachhaltige Mobilität. Allen Definitionen gemeinsam ist die enge auf den Strom als „Treibstoff“ bezogene Auslegung des Begriffs Elektrofahrzeug, die aus gutem Grunde gewählt wurde. Denn bei Betrachtung der gesamten Energiekette bietet nur Strom im Hinblick auf den Wirkungsgrad Effizienzvorteile und – sofern er aus erneuerbaren Energien stammt – eine signifikante Minderung der CO₂ -Bilanz.

Was zeichnet das Fahrverhalten eines Elektroautos aus?

Eine hohe Beschleunigung dank des hohen Drehmoments sowie die Geräuschlosigkeit beim Fahren. Ab etwa 80 km/h beschleunigt das Elektroauto dann jedoch langsamer als ein vergleichbares Fahrzeug mit Verbrennungsmotor.

Welche CO₂-Bilanz haben Elektrofahrzeuge?

Eine Studie aus Schweden löste zuletzt Medienberichte aus, in denen von der „desaströsen“ Ökobilanz von Elektroautos die Rede war. Die Schlagzeilen basierten allerdings auf einem dubiosen Vergleich. Dennoch kann der Trend zu grösseren Batterien tatsächlich den ökologischen Vorteil der Elektromobilität schmälern.

Wer ein batteriebetriebenes E-Auto fährt, produziert keine lokalen Emissionen und trägt somit zu einer besseren lokalen Luftqualität bei. Aber auch ein Elektromobil belastet indirekt die Umwelt. Vor allem beim Bau der Batterie können grosse Mengen an Energie verbraucht und CO2 ausgestossen werden. Wie gross diese Umweltbelastung genau ausfällt, ist jedoch schwer zu beziffern. Entsprechende Ökobilanz-Studien kommen zu weit auseinander liegenden Ergebnissen. Sehen Sie dazu die Studie der EMPA vom Okt 2010.

Welche Lebensdauer haben Batterien für Elektrofahrzeuge?
Grundsätzlich soll die Batterie, die zusammen mit dem Elektrofahrzeug gekauft wird, ein durchschnittliches Autoleben lang halten.

Das Nutzungsprofil und externe Faktoren wie zum Beispiel das Temperaturmanagement haben jedoch einen Einfluss auf die Alterung des Batteriesystems. Um dem Nutzer größtmögliche Sicherheit zu bieten, betreiben einige Hersteller ein Modell, bei dem die Batterie geleast wird. Batteriehersteller investieren zurzeit großen Aufwand in die Auswahl geeigneter Materialien, Zelldesign (z.B. gewickelte oder gestapelte Zelle), Batteriesystem und in intelligentes Lademanagement, um die Lebensdauer des Batteriesystems zu erhöhen.

Welche Reichweite haben Elektroautos?

Heutige Elektrofahrzeuge haben eine Reichweite von etwa 150km bis 400km; teilweise auch noch mehr. Massgeblich ist dieser Wert aber vom Fahrverhalten des Nutzers abhängig, sowie den technischen Einrichtungen. Dieser Wert verringert sich zum Beispiel durch das Wärmemanagement im Fahrzeug: im Sommer verbraucht die Klimaanlage Energie, im Winter die Heizung. Neue Batteriematerialien mit höherer Speicherdichte, konsequenter Leichtbau, energieeffiziente Elektronik und Fahrerassistenzsysteme können die Reichweite erhöhen; diese sind zurzeit wichtige Themen der Elektromobilitätsforschung. Die derzeitige Reichweite von rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen ist für den Großteil aller Fahrten ausreichend. Eine Analyse der Mobilitätsdaten in der Schweiz zeigt, dass 80 Prozent der Bürger nicht mehr als 37 Kilometer täglich mit dem Auto zurücklegen. Für Nutzer mit höherem Reichweitenbedarf stehen andere Elektrofahrzeugkonzepte (REEV und PHEV) zur Verfügung, die durch einen zusätzlichen effizienten Verbrennungsmotor eine signifikante Erhöhung des verfügbaren Aktionsradius mit sich bringen.

Welche Steckertypen gibt es für Elektrofahrzeuge?

Das Ladestecksystem beinhaltet die Ladestecker und -buchsen, über die beim Laden die Kabelverbindung zwischen Elektrofahrzeug und Ladepunkt hergestellt wird. Je nach Leistung können unterschiedliche Ladestecksysteme zur Anwendung kommen und unterschiedliche Ladezeiten erreicht werden. Unterschieden werden Stecksysteme für das AC-Laden mit 230V, Stecksysteme für das AC-Laden mit 400V, Stecksysteme für das DC-Laden sowie das kombinierte AC/DC-Stecksystem. Das IEC-Typ 2-Stecksystem ist mit allen aufgeführten Lademodi kompatibel.

Typische Stecksysteme für das AC-Laden mit 230V Wechselstrom sind T23, CEE-Caravan (1-phasig blau), HPC (Tesla Roadster), IEC-Typ 1 und IEC-Typ 2. Dabei werden nur geringe Ladeleistungen übertragen, weshalb der Ladevorgang vergleichsweise lange dauert. Das Laden einer 20kWh-Autobatterie über einen Hausanschluss mit 3,7 kW (bei 230V und 16 A) dauert ca. 3,8 Stunden.

Typische Stecksysteme für das AC-Laden mit 400V Drehstrom sind das CEE-Drehstromstecksystem und das IEC-Typ 2-Stecksystem. Dabei werden mittlere Ladeleistungen übertragen und mittlere Ladegeschwindigkeiten erreicht. Das Laden einer 20kWh-Autobatterie dauert bei 22kW (400 V und 32A 3-phasig) ca. 40 Minuten.

Typische Stecksysteme für das DC-Laden mit Gleichstrom sind das CHAdeMO-System und das IEC-Typ 2-Stecksystem (Combined Charging System, CCS). Dabei werden hohe Ladeleistungen übertragen und hohe Ladegeschwindigkeiten erreicht. Das Laden einer 20kWh-Autobatterie dauert bei 50kW (>450V DC, >100 A) ca. 20 Minuten.

Das kombinierte AC/DC-Stecksystem (auch Combo- oder Combined Charging System, CCS) unterstützt sowohl Laden über Wechselstrom als auch Schnellladen über Gleichstrom und ist mit dem IEC-Typ 2-Stecksystem kompatibel. Beim IEC-Typ 2-Stecksystem handelt es sich um ein in Deutschland entwickeltes und durch die Internationale Elektrotechnische Kommission (IEC) genormtes Ladestecksystem für Elektrofahrzeuge, das ab 2017 europaweiter Standard für die Fahrzeugladung ist.

Im Moment stehen an Nationalstrassen und teilweise auch in Städten Ladestationen mit 150kW zur Verfügung. Zukünftig stehen im DC-Bereich noch schnellere Ladesysteme mit bis zu 350kW zur Verfügung.

Mehr Infos über die Ladeinfrastruktur finden Sie hier.

Wie energieeffizient sind E-Fahrzeuge?

Die Effizienz von Antrieben lässt sich am besten über den Wirkungsgrad erfassen. Dieser gibt an, wie hoch der Anteil der zugeführten Primärenergie ist, der in Bewegung umgesetzt wird.

Der Wirkungsgrad eines Benzinmotors liegt gerademal bei 22 Prozent, d.h. mehr als dreiviertel der im Kraftstoff enthaltenen Energie werden nicht genutzt, sondern gehen als Abwärme verloren. Berücksichtigt man zudem die Verluste bei der Bereitstellung des Kraftstoffs, so werden schließlich im Schnitt weniger als 20 Prozent der Ausgangsenergie für die eigentliche Fahrzeugbewegung eingesetzt. Ein Elektromotor ist mit etwa 79 Prozent Wirkungsgrad dagegen höchst effizient. Auch wenn die Verluste berücksichtigt werden, die beim Stromtransport und Laden der Batterie entstehen, können beim Tanken an der Steckdose immer noch rund 64 Prozent der Primärenergie (in diesem Fall Regenerativstrom) in Bewegungsenergie überführt werden. Ein Elektroauto ist damit etwa dreimal effizienter als der konventionelle Verbrennungsmotor.

Wie sicher sind Lithium-Ionen-Batterien?
Sicherheitsfragen sind für die weitere Verbreitung der Elektromobilität ganz entscheidend. Durch die hohe Energiedichte in Lithium-Ionen- Batterien und die damit verbundenen hohen Spannungsniveaus müssen sich Elektrofahrzeuge neuen Sicherheitsanforderungen stellen.

Es gilt die Funktions-, elektrische, chemische und mechanische Sicherheit des Elektrofahrzeugs zu gewährleisten. Batteriemanagementsysteme, zuständig für alle Funktionen zur Steuerung und Regelung der Batterie, überwachen permanent jede einzelne Zelle und schalten im Fehlerfall das elektrische System komplett aus. Elektrofahrzeuge müssen über Anforderungen für konventionelle Fahrzeuge hinaus vor Zulassung zusätzliche gesetzlich definierte und genormte Anforderungen für Elektrofahrzeuge erfüllen. Somit ist der Sicherheit von Elektrofahrzeugen ist genauso hoch wie für konventionelle Fahrzeuge.

Wie versichere ich mein Elektrofahrzeug?

Wie bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor richtet sich die Versicherung eines Elektrofahrzeugs nach der Einstufung des jeweiligen Fahrzeugmodells in der Schadensstatistik. Da für Elektrofahrzeuge bisher noch keine gesonderten Typklassen festgelegt wurden, kann die Versicherung eine individuelle Einstufung vornehmen. Oft erhalten Besitzer von Elektrofahrzeugen einen Beitragsnachlass von 5 bis 15 Prozent, Wenigfahrer sogar von 20 bis 30 Prozent. Ob die Nachlässe nur für die Haftpflichtversicherung und/oder die Kaskoversicherung gelten, wird von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich gehandhabt. Grundsätzlich ist es jedoch besonders wichtig, auch die Batterie des Autos versichern zu lassen; teilweise wird dies sogar von Herstellern bei der Batteriemiete verlangt. Holen Sie auf jeden Fall verschiedene Offerten ein.

Wo kann ich mein Elektroauto reparieren lassen?

Reparaturen wie Reifenwechsel, Austausch von Glühlampen oder Bremsbelägen können von jedem Kfz-Mechaniker bzw. -Mechatroniker vorgenommen werden. Sind allerdings die Batterie oder die damit verbundene Leistungselektronik und das Hochvoltbordnetz betroffen, muss der Mechaniker speziell geschult sein. Parallel zur Einführung der Elektromobilität bereiten sich auch die Händler auf Wartung und Reparaturen vor. Informationen zu den zugewiesenen Fach- und Vertragswerkstätten finden sie bei den jeweiligen Händlern. In der Schweiz sind viele Fachbetriebe von den Importeuren speziell für Elektrofahrzeuge zertifiziert.

Worin besteht der Unterschied zwischen AC- und DC-Ladung?

Der Akku in einem Elektroauto wird mit Gleichstrom (DC: Direct Current) geladen. Der Strom aus dem öffentlichen Netz ist aber Wechselstrom (AC: Alternate Current) und muss von einem Ladegerät zu Gleichstrom umgewandelt werden, bevor er in die Batterie gelangt. Jedes Steckerfahrzeug verfügt über ein solches bordeigenes Ladegerät, dessen Leistung aber im Allgemeinen auf weniger als 22kW beschränkt ist. Eine schnellere Aufladung wird mit Gleichstrom erreicht. Bei einer DC-Schnellladestation wird der Wechselstrom mittels Hochleistungselektronik bereits in der Ladestation in Gleichstrom umgewandelt, ohne dass die Onboard-Ladeinfrastruktur im Fahrzeug benötigt wird. Damit wird das Batteriemanagementsystem im Fahrzeug direkt mit Strom versorgt und es sind deutlich höhere Ladeleistungen von 50kW und mehr möglich.